Lexikon

 
 
Leistungen des RST-Umweltlabors
 

Normen

DIN EN 60068-2-1 (Kälte)

DIN EN 60068-2-2 (Wärme)

DIN EN 60068-2-14 (Temperaturwechsel)

DIN EN 60068-2-30 (zykl. feuchte Wärme)

DIN EN 60068-2-38 (zusam.-gese. Prüfung)

DIN EN 60068-2-78 (konst. feuchte Wärme)

DIN EN 61646 (PV-Module)

DIN EN 61215 (PV-Module)

UL 1703 (PV Module)

DIN EN 60068-2-5 (Sonnenbestrahlung)

DIN 75220 (Sonnensimulation Automotiv)

ISO 4892-1 bis 4

MIL-STD-810

RTCA DO160

DIN EN 60068-2-42 (Schwefeldioxid)

DIN EN 60068-2-43 (Schwefelwasserstoff)

DIN EN 60068-2-60 (Mischgas)

DIN EN 6988

DIN 50018

DIN EN 60068-2-11 (Salznebel)

DIN EN ISO 9227 (Salznebel)

DIN EN 60068-2-52 (Salznebel zyklisch)

DIN EN 60068-2-6 (Sinus)

DIN EN 60068-2-27 (Schock)

DIN EN 60068-2-64 (Rauschen)

DIN EN 60068-80 (Mixed Mode)

DIN EN 60068-2-50 (kombi. Prüfung)

DIN VDE 0470

DIN EN 60529 (IP-Schutzarten)

DIN 40050 Teil 9 (IP-Schutzartenprüfungen für Straßenfahrzeuge)

DIN EN 60068-2-75 (IK-Code, Hammerprüfungen)

DIN EN 60529

DIN EN 60068-2-68

DIN 40050 Teil 9

DIN VDE 0110-20 (Teilentladung)

DIN 5033-ff (Farbmessung)

DIN 67530 (Glanzgrad)

DIN EN ISO 2178 (Schichtdicke)

DIN EN ISO 2409 (Gitterschnitt)

DIN EN 50155 (Isolationsprüfung)

 

Umweltsimulationsprüfungen von A bis Z

 

A

 

Atmung: Luftaustausch zwischen einem Hohlraum und seiner Umgebung, der durch Temperaturänderungen verursacht wird.

 

 

 

B

 

Betauung: Niederschlag von Wasserdampf auf einer Oberfläche, deren Temperatur niedriger ist als die Taupunkttemperatur der umgebenden Luft, bei der das Wasser vom dampfförmigen in den flüssigen Aggregatzustand übergeht.

 

 

 

D

 

Diffusion: Ein in der Elektrotechnik auftretender Fall ist die Diffusion von Wasserdampf durch die Umhüllung aus organischen Werkstoffen, z.B. in einen Kondensator oder ein Halbleiterbauelement oder durch die Dichtungsmasse in ein Gehäuse.

 

 

E

 

EMV-Prüfung: Diese Prüfungen werden vorrangig als entwicklungsbegleitende- oder Konformitätsprüfungen durchgeführt. Dabei geht es um den Nachweis der elektromagnetischen Verträglichkeit des Erzeugnisses bei Einwirkung leitungsgebundener- und elektromagnetischer Störungen. Desweiteren kann auch die eigene Störstahlung ermittelt werden, welche wiederum zu Fehlfunktionen an anderen elektrotechnischen Erzeugnissen führt.

 

 

 

G

 

Gitterschnitt: Mit Hilfe des Gitterschnitts kann die Qualität der Haftfestigkeit von Beschichtungen (zum Beispiel einer lackierten Oberfläche) geprüft werden. Bei einem Gitterschnitt werden sechs parallele Schnitte mit einem Cuttermesser angebracht, die bis auf den Untergrund gehen, jedoch ohne ihn zu verletzen. Der Abstand der Schnitte beträgt ein bis drei Millimeter, abhängig von der Schichtdicke der Beschichtung.

 

 

 

 

H

 

Hgelschlag: Nachweis, dass das PV-Modul geeignet ist, dem Aufschlag von Hagelkörnern standzuhalten.

 

 

 

I


IP-Schutzartenprüfung:
IP steht für Ingress Protection (Schutz vor Eindringen). Bei der IP-Schutzartprüfung werden meist elektrische Geräte auf ihren Schutzgrad gegen Berührung, Fremdkörper und/ oder Schutz gegen Wassereindringen getestet. Die IP-Schutzartprüfungen sind je nach Umgebungsbedingungen des Einsatzortes des elektrischen Gerätes nachzuweisen. Geprüft wird bei der Schutzartprüfung mit der Hand und den Fingern, mit unterschiedlichen Prüfsonden und mit unterschiedlichen Arten und Stärken von Wasserstrahlen.



K


Klimaprüfung:
Der Zweck der Prüfung durch Klimabeanspruchung besteht in der Beurteilung der Eignung von Komponenten, Erzeugnissen und Bauteilen für den Transport, für die Lagerung und für den Betrieb. Klimaprüfungen werden als kurzweilige Klimabeanspruchungen, Klimawechseltest und Klimadauerlagerungen unter anderem bei Betriebsbedingungen angewand. Die Klimaprüfung wird auch als feuchte Wärmeprüfung bezeichnet. Für die Durchführung der Klimaprüfung werden hauptsächlich Kammern aus rostfreiem Edelstahl verwendet.


Konstante feuchte Wärme:
Unter konstanter feuchter Wärme versteht man eine Klimaprüfung bei der die Temperatur und Luftfeuchte konstant gehalten wird.

 

 

Korrosion: Korrosion kann auftreten, wenn eine ausreichende Feuchtigkeitsmenge vorliegt. Zunehmende Luftfeuchtigkeit oder Temperatur beschleunigt den Korrosionsvorgang. Stärkere Korrosionsschäden treten im Allgemeinen bei häufiger Betauung mit dazwischenliegender Verdunstung auf.




M



Mechanisch-dynamische Prüfung: Unter der mechanisch-dynamischen Prüfung versteht man die Prüfung mit Schwingen, Vibration, Schock bzw. Stößen. Egal welches Einsatzgebiet, zu fast allen Gebieten gibt es repräsentative Beanspruchungsprofile für die Vibration- und Schockprüfung. Die mechanisch-dynamische Prüfungen zählen zu den komplexesten und anspruchsvollsten Prüfungen der Umweltsimulation. Vibrations- und Schockprüfungen werden hauptsächlich auf sogenannten elektromagnetischen Schwing- oder Gleittischen durchgeführt. Die mechanisch-dynamische Prüfung wird auch mit der Überlagerung durch niedrige oder erhöhte Temperatur oder Temperaturwechsel kombiniert.

 

 

 

R

 

Rauschprüfungen: Rauschen ist die in realer Umgebungsbedingung am häufigsten auftretende Art der Anregung. Die rauschförmige Anregung erfolgt durch ein stochastisches Rauschsignal, welches zu jeder Zeit sämtliche Frequenzen in einem bestimmten Frequenzbereich (Bandbreite) beinhaltet. Die unmittelbaren Werte sind normalverteilt (Gaußverteilung). Die Verteilung über dem Frequenzbereich wird von einer spektralen Beschleunigungsdichte (ASD)- Kurve festgelegt.




S


Salznebelprüfung / Salzsprühprüfung: Bei der Salznebelprüfung begünstigt eine als Elektrolyt eingestzte Salzlösung die Korrosion der Prüfobjekte. Eine wässrige 5%ige Lösung des Natriumchlorids (NaCl) wird bei der Salznebelprüfung durch Zweistoffdüsen (mit befeuchteter Druckluft) oder mit Einstoffdüsen in einer korrosionsfesten Prüfkammer vernebelt. Der Nebel setzt sich auf die im Bodenbereich der Prüfkammer befindlichen Prüfobjekte ab.


Schadgasprüfung / Prüfung mit korrosiv wirkenden Gasen: Bei der Schadgasprüfung werden die Prüfobjekte mit einer klimatischen Kombination aus Temperatur, Luftfeuchtigkeit und korrosiv wirkenden Gasen beaufschlagt. Feuchtigkeit und Gase verbinden sich zu einem Elektrolyten, der auf der Oberfläche der Prüfobjekte korrosive Prozesse begünstigt und beschleunigen kann. Bei der Schadgasprüfung werden hauptsächlich Schwefelwasserstoff, Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid, Chlor und Ozon als Einzelgase oder Mischgase eingesetzt. Geprüft werden mit der Schadgasprüfung Metalle, Legierungen, elektrotechnische Erzeugnisse und Lackierungen oder Beschichtungen. Schadgasprüfungen werden in beschichteten Prüfkammern oder aus Prüfkammern aus Glas oder Kunststoff durchgeführt.

 

 

Sinusprüfung: Sinusförmige Schwingungen treten in der Realität, wenn überhaupt, äußerst selten isoliert als Schwingungen bei einer vorgegebenen, festen Frequenz auf. Dieser Fall kann auftreten, wenn die Beschleunigung an rotierenden Maschinen gemessen wird.


Sonnensimulation: Als Sonnensimulation versteht man die Prüfung mit künstlich erzeugter Strahlung die dem der Sonnenstrahlung stark ähnelt. Der Nachweis der Beständigkeit vorrangig von Kunststoffen und Beschichtungen gegenüber der Sonnenstrahlung auf der Erde nimmt ein immer höheren Stellenwert ein. Durch diese photochemische Alterung testen wir Materialien und Produkte auf Ihre Langlebigkeit unter diesen energiereichen Strahlungen. Sonnensimulationsprüfungen werden meist mit Metallhalogenidstrahler in einer Klimakammer aus Edelstahl durchgeführt.



T



Teilentladung: Teilentladung ist ein Begriff aus der Hochspannungstechnik, bei dem es in erster Linie um Form und Eigenschaften von Isolierstoffen geht.


Temperaturprüfung: Der Zweck der Prüfung durch Temperaturbeanspruchung besteht in der Beurteilung der Eignung von Komponenten, Erzeugnissen und Bauteilen für den Transport, für die Lagerung und für den Betrieb. Temperaturprüfungen werden als kurzweilige Temperaturbeanspruchungen, Temperaturwechseltest und Temperaturdauerlagerungen unter anderem bei Betriebsbedingungen angewand. Für die Durchführung der Klimaprüfung werden hauptsächlich Kammern aus rostfreiem Edelstahl verwendet.

 

 

V

 

 Vereisungsprüfung: Bei dieser Prüfung werden verschieden dicke Eisschichten auf der Oberfläche eines Erzeugnisses bzw. einer Baugruppe erzeugt. Danach wird die vorrangig die mechanische Funktionssicherheit unter Eiseinwirkung getestet. Insbesondere gehört dazu die Losbrechkraft bzw. Ermittlung der Schwergängigkeit.

Vibration: Vibrationen sind von außen auf ein Erzeugnis einwirkende Schwingungen. Diese können sinus-oder rauschförmig bzw. von beiden überlagert sein oder auch durch Stöße verursacht worden sein.



Z



Zyklisch feuchte Wärme:
Unter Zyklischer feuchter Wärme versteht man eine Klimaprüfung bei der die Temperatur und Luftfeuchte zyklisch geändert wird. Dadurch erreicht man unter anderem eine Betauung der zu prüfenden Objekte. Der Effekt der Betauung kann unterschiedliche Fehler verursachen, wie zum Beispiel Eindringen in Gehäuse oder elektrische Kurzschlüsse.


Zyklischer Salznebeltest:
Bei der zyklischen Salznebelprüfung werden die zu testenden Objekte nach der Salznebelphase bzw. Salzsprühphase zum Beispiel einer Lagerung in feuchter Wärme oder Umgebungsluft unterzogen. Dadurch kommt es zum Abtrocknen der Objekte wodurch schließlich Salz des Salznebels auf der Oberfläche der Objekte auskristalisiert.